Ach ja – das Samerberger Naturbad

FS_20151004_70812Wenn das Wetter gut ist im Sommer, dann kommen sehr viele Badegäste.

Das ist gar nicht so selbstverständlich, denn eigentlich müsste das Bad schon wieder saniert werden.

Die Filteranlage funktioniert offensichtlich nicht richtig, das Wasser sieht entsprechend FS_20150517_65049unappetitlich aus. Andererseits ist es fast rührend zu sehen, dass die Gemeinde regelmäßig Wasserproben analysieren lässt und die perfekten Ergebnisse veröffentlicht – das tröstet über vieles hinweg.

Überhaupt scheint die gesamte Filteranlage eine Fehlkonstruktion zu sein, denn sie musste schon provisorisch mit Plastik und Steinen abgedichtet werden. Der Bodenbelag des Beckens löst sich und wirft zur Freude oder Erschrecken der Kinder Blasen.

 

Trotz allem kommen, wie gesagt, die Gäste und drängen sich auf der kleinen Liegewiese. Bei Bella gibt es Eis und Pommes und wer mal muss, kann auch zu den Toiletten gehen. Was um alles in der Welt hat, wen auch immer, dazu bewogen, einen großen Teil der Liegewiese zuzubetonieren, um Toiletten und einen Eis- und Pommes-Stand zu installieren? WARUM? Um drängelnden Kindern die 20 Meter zum Eisholen bei Bella zu ersparen?

FS_20150517_66449Oder weil die Toiletten im Moorbadstüberl nicht zumutbar sind, wie schon mal kolportiert wird – meist von Leuten, die diese Toiletten noch nie von innen gesehen haben. Also diese Toiletten sind nicht auf Adlon-Niveau – im Hintergrund spielt nicht Vivaldi oder so – aber sie sind für Gaststätte und Schwimmbad völlig ausreichend. Und abgesehen davon, auch diese Anlagen gehören der Gemeinde.

 

Interessant wäre zu erfahren, ob jemand die Wirtschaftlichkeit (den Business Case) durchgerechnet hat. Und was ist der Plan? Gibt es einen Plan? Und… immer wieder gern gefragt: Würde die Entscheidung beibehalten, wenn es das Geld der Entscheidungsträger wäre und nicht das Geld von allen?

Aber eine kleine weitergehende Spekulation über den Sinn dieser, gar nicht mal kleinen Investition, sollte erlaubt sein: Im Wahlprogramm der ÜPW (es ist allerdings kein Wahlprogramm, sondern eine kleine, allgemeine Liste für sechs Jahre) steht ein einziger konkreter, nachprüfbarer Punkt mit schlechter Grammatik: “… eine Verbesserung vom Kiosk und den sanitären Anlagen am Naturbad haben Priorität”. – Priorität vor Vernunft und Wirktschaftlichkeit?

Ja und die Partei in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

Frage nicht, was deine Gemeinde für dich tun kann

– frage, was du für deine Gemeinde tun kannst.

Am Samerberg klappt das. Die möglichen Eigenleistungen für das Gemeindeprojekt Naturbad sind fast vollständig verteilt.
Eine der wenigen offenen Arbeiten ist die Einfassung des Klärbeet mit einer 50 Meter langen Natursteinmauer.

Dafür sind sportliche 3 x 6 Stunden Maurerarbeiten, die auch von engagierten Laien vollbracht werden können, veranschlagt.

Wenn alles fertig ist, kommt eine Folie drüber und am Ende ist diese Mauer gar nicht mehr zu sehen – das Risiko hält sich also in Grenzen.

Voraussichtlich werden diese Arbeiten ab Mitte/Ende August abgerufen. Interessenten melden sich bitte bei der Gemeinde.

Übrigens – auch das neue Naturbad wird keinen Gülleeintrag verkraften!